Scanbooster Tutorials

Ultraschall lernen.
Anatomie verstehen.

Sonographie lernen heißt, aus einem Schnittbild räumliche Zusammenhänge zu erkennen. Verfolgen Sie die Pfortader durch die Leber, untersuchen Sie Uterus und Adnexe und verstehen Sie, wie jede Schallkopfbewegung Ihre Bildebene verändert.

Die Lernkapitel verbinden Ultraschallvideos mit ausführlichen Erklärungen und Übungen – für Medizinstudenten, Ultraschaller, Assistenzärzte und Fachärzte.

Lernthema auswählen
Schnittbild & AnatomieB-MODE
Leberanatomie in der Scanbooster-Simulation mit Live-Beschriftung.
PfortaderAortaGallengang

Sonographie Schritt für Schritt

Was möchten Sie schallen lernen?

Öffnen Sie ein Lernkapitel, lesen Sie die Erklärung und sehen Sie die passende Stelle im Ultraschallvideo. Beim Abspielen folgen die Kapitel und die jeweilige Verständnisfrage automatisch dem Video.

Abdomensonographie

Leberultraschall lernen: Anatomie, Gefäße und Gallenwege

Bei der Lebersonographie lernen Sie, sich im rechten Oberbauch zu orientieren und Gefäße über ihren Verlauf zu identifizieren. Die zentrale Frage ist nicht nur „Was ist diese dunkle Struktur?“, sondern auch: Woher kommt sie, wohin zieht sie und wie verändert sie sich beim Drehen oder Kippen des Schallkopfs?

Jasmin führt im Video durch einen physiologischen Leberfall. Die farbige Live-Beschriftung der Scanbooster-App macht arterielle Gefäße, Pfortader, Lebervenen und Gallenwege unterscheidbar. Die Kapitel begleiten diese Untersuchung mit anatomischen Erklärungen und konkreten Aufgaben zum Ultraschallüben.

  • Pfortader
  • Arteria hepatica
  • Lebervenenstern
  • Ductus choledochus
0:43Leber darstellen: Quer- und Längsschnitt

Leber darstellen: Quer- und Längsschnitt

Beginnen Sie mit der Orientierung im Oberbauch. Im Video wird der Fall „Innere Medizin → Leber → Physiologische Leber“ geöffnet. Das Piktogramm zeigt, wie die aktuelle Schallebene zum Körper ausgerichtet ist. Im Querschnitt und im Längsschnitt erhalten Sie unterschiedliche Ansichten desselben Organvolumens.

Durch behutsames Neigen und Drehen erschließen Sie die Leber räumlich. Verfolgen Sie eine Struktur über benachbarte Schnitte hinweg, statt sie anhand eines einzelnen Standbildes zu benennen. Schalten Sie die Beschriftung zunächst ein und versuchen Sie anschließend, die Strukturen ohne die farbige Hilfe wiederzufinden.

Selbst üben

Stellen Sie dieselbe Gefäßstruktur in zwei unterschiedlichen Schnittebenen dar. Beobachten Sie dabei das Piktogramm.

Verständnis prüfen

Warum sollten Sie dieselbe Gefäßstruktur in mehreren Schnittebenen verfolgen?

Erklärung anzeigen

Ein einzelnes Schnittbild zeigt nur einen Ausschnitt. Wenn Sie dasselbe Gefäß in benachbarten Ebenen verfolgen, erkennen Sie seinen räumlichen Verlauf und können es anhand seiner Verbindungen zuordnen. Das Piktogramm hilft bei der Orientierung.

1:30Leber und Zwerchfell anatomisch einordnen

Leber und Zwerchfell anatomisch einordnen

Die Leber liegt überwiegend im rechten Oberbauch unter dem Zwerchfell und reicht teilweise in den linken Oberbauch. Das im Video markierte Diaphragma hilft, ihre obere Begrenzung zu erkennen und die Lage zur Brusthöhle einzuordnen.

Zur anatomischen Orientierung gehört auch die Funktion: Die Leber übernimmt Aufgaben im Energie- und Zwischenstoffwechsel, in der Synthese, Speicherung und Entgiftung. Für das Ultraschallbild ist besonders ihr enges Verhältnis zu Gefäßen und Gallenwegen wichtig. Diese Strukturen dienen als wiederkehrende Orientierungspunkte bei der Untersuchung.

Selbst üben

Suchen Sie das Zwerchfell als Begrenzung der Leber, bevor Sie sich auf einzelne Gefäße konzentrieren.

Verständnis prüfen

Welche Struktur hilft Ihnen, die obere Begrenzung der Leber zu erkennen?

Erklärung anzeigen

Das Zwerchfell liegt oberhalb der Leber und trennt Bauch- und Brusthöhle. Im Tutorial dient es als Orientierungspunkt, bevor die einzelnen Gefäße aufgesucht werden.

2:16Aorta, Truncus coeliacus und Leberarterie verfolgen

Aorta, Truncus coeliacus und Leberarterie verfolgen

Die arterielle Gefäßsuche beginnt im Tutorial an der Aorta. Von dort wird der Truncus coeliacus aufgesucht; die Arteria mesenterica superior liegt weiter kaudal. Über die Arteria hepatica communis lässt sich der Verlauf zur Arteria hepatica propria nachvollziehen. Letztere führt der Leber sauerstoffreiches Blut zu.

Das Video zeigt außerdem die Arteria splenica und den Abgang der Arteria gastroduodenalis. Die Arteria hepatica propria teilt sich in einen rechten und einen linken Ast. Nutzen Sie die Verzweigungen als anatomische Wegweiser: Ein Gefäß wird verständlicher, wenn Sie seine Verbindung zu einem größeren Stamm verfolgen.

Selbst üben

Gehen Sie vom großen Gefäß zum kleinen Ast vor: Aorta → Truncus coeliacus → Arteria hepatica communis → Arteria hepatica propria.

Verständnis prüfen

Über welche Gefäße verfolgen Sie den arteriellen Weg von der Aorta zur Leber?

Erklärung anzeigen

Von der Aorta geht es zum Truncus coeliacus, weiter zur Arteria hepatica communis und zur Arteria hepatica propria. Letztere teilt sich in einen rechten und einen linken Ast zur Leber.

4:00Pfortader und Pfortadergabel erkennen

Pfortader und Pfortadergabel erkennen

Die Vena portae hepatis führt nährstoffreiches Blut aus den unpaarigen Bauchorganen zur Leber. Sie ist im Video hellblau markiert. Nach Eintritt in die Leberpforte teilt sie sich in Äste für den rechten und linken Leberlappen. Durch Rotation der Sonde lässt sich diese Aufteilung gezielt einstellen.

Das im Tutorial verwendete Bild eines „springenden Hirsches“ beschreibt die sichtbare Pfortadergabel. Entscheidend ist jedoch der nachvollzogene Gefäßverlauf. Unterscheiden Sie den Zufluss über die Pfortader vom venösen Abfluss über die Lebervenen; beide Gefäßsysteme gehören zur Leber, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.

Selbst üben

Verfolgen Sie den Pfortaderstamm bis zur Aufteilung und suchen Sie danach die Verbindung der Lebervenen zur Hohlvene.

Verständnis prüfen

Führt die Pfortader Blut zur Leber hin oder aus ihr heraus?

Erklärung anzeigen

Die Pfortader führt nährstoffreiches Blut aus den unpaarigen Bauchorganen zur Leber. In der Leberpforte teilt sie sich in Äste für den rechten und linken Leberlappen. Der venöse Abfluss erfolgt dagegen über die Lebervenen.

4:51Lebervenenstern und Vena cava inferior darstellen

Lebervenenstern und Vena cava inferior darstellen

Über die Lebervenen verlässt das Blut die Leber. Die rechte, mittlere und linke Vena hepatica münden in die Vena cava inferior. Werden die zusammenlaufenden Lebervenen und ihre Mündung gemeinsam dargestellt, entsteht das typische Bild des Lebervenensterns.

Im Video wird dafür ein Oberbauch-Schrägschnitt genutzt und die Sonde ungefähr um 45 Grad gedreht. Der anatomische Zusammenhang ist wichtiger als ein starrer Winkel: Suchen Sie die Mündung in die Hohlvene und passen Sie die Ebene so an, dass Sie die einmündenden Gefäße verfolgen können.

Selbst üben

Benennen Sie rechte, mittlere und linke Lebervene. Zeigen Sie anschließend, in welches große Gefäß sie münden.

Verständnis prüfen

Welche Gefäße bilden den Lebervenenstern und wohin münden sie?

Erklärung anzeigen

Die rechte, mittlere und linke Lebervene laufen zur Vena cava inferior zusammen. Ihre gemeinsame Darstellung bildet den Lebervenenstern. Die Pfortadergabel gehört zu einem anderen Gefäßsystem.

5:39Gallenblase und Ductus choledochus aufsuchen

Gallenblase und Ductus choledochus aufsuchen

Die Gallenblase liegt an der Unterseite der Leber und speichert sowie konzentriert Galle. Über den Ductus cysticus ist sie an das extrahepatische Gallengangsystem angeschlossen. Aus Ductus hepaticus communis und Ductus cysticus entsteht der Ductus choledochus, der die Galle in Richtung Duodenum weiterleitet.

Im Ultraschall ist der Gallengang nicht in jedem Schnitt sofort sichtbar. Das Tutorial empfiehlt, zunächst die Gallenblase zu finden und anschließend durch Kippen und Drehen die räumlichen Beziehungen zu erkunden. Auch der Schulter-Nabel-Schnitt wird als hilfreicher Zugang genannt. Verwechseln Sie einen Gang nicht allein wegen seines dunklen Lumens mit einem Blutgefäß.

Selbst üben

Finden Sie zuerst die Gallenblase und verfolgen Sie danach die benachbarten Gang- und Gefäßstrukturen.

Verständnis prüfen

Aus welchen beiden Gängen entsteht der Ductus choledochus?

Erklärung anzeigen

Der Ductus hepaticus communis und der Ductus cysticus vereinigen sich zum Ductus choledochus. Dieser leitet die Galle in Richtung Duodenum. Die Gallenblase ist über den Ductus cysticus angeschlossen.

Gynäkologische Sonographie

Gynäkologischen Ultraschall lernen: Uterus und Eileiterschwangerschaft

Gynäkologische Sonographie beginnt mit einer systematischen Orientierung: Wo liegen Harnblase, Uterus und Ovarien? Wie sind Gebärmutter und Endometrium dargestellt, und welche Befunde fallen im Adnexbereich oder im Douglas-Raum auf? Das Video führt von einer unauffälligen Untersuchung zu einem pathologischen Fall.

Zuerst sehen Sie einen transabdominal dargestellten Uterus mit unauffälligen Adnexen. Anschließend geht es um die systematische Untersuchung bei Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft. Die begleitenden Kapitel erklären die verwendeten Fachbegriffe und zeigen, wie einzelne Beobachtungen zu einer Befundbeschreibung zusammengeführt werden.

  • Anteversio / Anteflexio
  • Endometrium
  • Adnexe
  • Douglas-Raum
1:21Harnblase, Uterus und Ovarien orientierend darstellen

Harnblase, Uterus und Ovarien orientierend darstellen

Der erste Fall zeigt einen normalen Uterus mit unauffälligen Adnexen. Bei der transabdominalen Untersuchung ist die Harnblase gefüllt und dient als Orientierungspunkt vor dem Uterus. Die farbige Organbeschriftung zeigt die Beziehung zwischen Harnblase, Gebärmutter und den seitlich gelegenen Ovarien.

Als Adnexe werden im gynäkologischen Zusammenhang insbesondere Eierstöcke und Eileiter mit ihren zugehörigen Strukturen bezeichnet. Lernen Sie, die Strukturen systematisch rechts und links vom Uterus aufzusuchen. Eine orientierende Gesamtübersicht erleichtert es, später einen auffälligen Befund genau zu lokalisieren.

Selbst üben

Stellen Sie Harnblase und Uterus gemeinsam dar und suchen Sie danach den rechten und linken Ovarbereich.

Verständnis prüfen

Wo liegt die gefüllte Harnblase im Verhältnis zum Uterus?

Erklärung anzeigen

Bei der gezeigten transabdominalen Untersuchung liegt die Harnblase vor dem Uterus. Sie dient als Orientierungspunkt. Die Ovarien werden anschließend seitlich vom Uterus aufgesucht.

2:07Anatomie ohne Beschriftung wiedererkennen

Anatomie ohne Beschriftung wiedererkennen

Im gezeigten Prüfungsmodus soll eine zuvor gelernte Struktur eigenständig dargestellt werden. Anschließend wird das Bild mit „Freeze“ angehalten und die gesuchte Struktur markiert. Damit wird aus dem Wiedererkennen einer farbigen Fläche eine aktive Aufgabe zur Orientierung im Ultraschallbild.

Übertragen Sie dieses Prinzip auf Ihr Lernen: Betrachten Sie einen Schnitt zunächst mit Beschriftung. Blenden Sie die Hilfe dann aus, suchen Sie die Struktur erneut und erklären Sie ihre Lage zu benachbarten Organen. So prüfen Sie, ob Sie den anatomischen Zusammenhang verstanden haben.

Selbst üben

Benennen Sie eine Struktur zunächst ohne Beschriftung und kontrollieren Sie Ihre Zuordnung erst anschließend.

Verständnis prüfen

Wie prüfen Sie, ob Sie eine Struktur auch ohne farbige Beschriftung erkennen?

Erklärung anzeigen

Blenden Sie die Beschriftung aus, suchen und benennen Sie die Struktur selbst und erklären Sie ihre Lage zu den Nachbarorganen. Schalten Sie die Beschriftung erst danach zur Kontrolle wieder ein.

2:31Uteruslage: Anteversio, Anteflexio und Messung

Uteruslage: Anteversio, Anteflexio und Messung

Beim pathologischen Fall wird zuerst der Uterus systematisch untersucht. Das Video beschreibt eine Anteversio und Anteflexio: Die Begriffe unterscheiden die Neigung des Uterus gegenüber der Vagina von der Beugung des Corpus gegenüber der Zervix. Beide beschreiben die räumliche Ausrichtung, nicht automatisch einen krankhaften Befund.

Anschließend wird der Uterus in drei Ebenen ausgemessen. Dafür muss die jeweils passende Schnittebene sauber eingestellt sein. Wenn Sie Sonographie lernen, üben Sie deshalb zunächst die gezielte Einstellung von Längs- und Querschnitten und kontrollieren Sie erst danach die Lage Ihrer Messpunkte.

Selbst üben

Zeigen Sie Fundus, Corpus und Zervix und überlegen Sie, welche Ebene Sie für die jeweilige Uterusmessung benötigen.

Verständnis prüfen

Was unterscheidet Anteversio von Anteflexio?

Erklärung anzeigen

Anteversio beschreibt die Neigung des Uterus gegenüber der Vagina. Anteflexio bezeichnet die Beugung des Uteruskörpers gegenüber der Zervix. Beide Begriffe beschreiben zunächst die räumliche Ausrichtung.

3:57Endometrium und Gebärmutterhöhle beurteilen

Endometrium und Gebärmutterhöhle beurteilen

Im Video fällt ein hoch aufgebautes Endometrium auf; anschließend wird seine Dicke gemessen. Endometrium bezeichnet die Schleimhaut der Gebärmutter. Achten Sie darauf, die Schleimhaut und das umgebende Myometrium auseinanderzuhalten und die Messung einer nachvollziehbaren Ebene zuzuordnen.

Danach wird die Gebärmutterhöhle systematisch durchgescannt. Im gezeigten Fall lässt sich dort keine intrauterine Schwangerschaft nachweisen. Dieser fehlende Nachweis allein beweist jedoch keine Eileiterschwangerschaft. Er muss mit weiteren Ultraschallbefunden, Klinik und Labor eingeordnet werden.

Selbst üben

Beschreiben Sie getrennt, wie das Endometrium aussieht und ob eine Schwangerschaft intrauterin dargestellt werden kann.

Verständnis prüfen

Beweist ein fehlender intrauteriner Schwangerschaftsnachweis allein eine Eileiterschwangerschaft?

Erklärung anzeigen

Nein. Das ist zunächst ein Ultraschallbefund. Zur Einordnung gehören die weiteren sonographischen Befunde, der klinische Zustand und Laborbefunde sowie die erforderliche weitere Abklärung.

4:23Linke Adnexe: Konglomerat und ringförmige Struktur

Linke Adnexe: Konglomerat und ringförmige Struktur

Die Untersuchung wird auf den linken Adnexbereich erweitert. Zwischen linkem Ovar und Uterus zeigt das Video ein auffälliges Konglomerat. Bei genauer Betrachtung wird darin ein zystischer Befund mit einer kleinen ringförmigen Struktur beschrieben.

Für die Befundbeschreibung sind Lage und Beziehung zum Ovar entscheidend: Wo befindet sich die Auffälligkeit, wie ist sie aufgebaut, und lässt sie sich in benachbarten Ebenen wiederfinden? Lernen Sie, das Beobachtete zunächst präzise zu beschreiben, bevor Sie daraus eine diagnostische Schlussfolgerung ableiten.

Selbst üben

Lokalisieren Sie die Auffälligkeit im Verhältnis zu Uterus und linkem Ovar und beschreiben Sie ihre innere Struktur.

Verständnis prüfen

Welche Angaben gehören zur Beschreibung der Auffälligkeit im linken Adnexbereich?

Erklärung anzeigen

Beschreiben Sie die Lage zwischen linkem Ovar und Uterus, die Beziehung zum Ovar und den zystischen Aufbau mit der kleinen ringförmigen Struktur. Prüfen Sie, ob sich der Befund in benachbarten Ebenen wiederfinden lässt.

4:43Douglas-Raum und Verdacht auf Eileiterschwangerschaft

Douglas-Raum und Verdacht auf Eileiterschwangerschaft

In der Zusammenfassung kommen mehrere Befunde zusammen: hoch aufgebautes Endometrium, kein intrauteriner Schwangerschaftsnachweis, reichlich Flüssigkeit im Douglas-Raum und ein auffälliger zystischer Befund zwischen linkem Ovar und Uterus. Der Douglas-Raum liegt hinter dem Uterus und ist ein wichtiger Untersuchungsbereich für freie Flüssigkeit.

Aus der Befundkonstellation ergibt sich im dargestellten Fall der dringende Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft in der linken Tuba uterina. Einzelne Zeichen wie freie Flüssigkeit oder ein leerer Uterus sind für sich allein nicht beweisend. Die sonographische Beurteilung gehört in den Zusammenhang mit klinischem Zustand, Labor und qualifizierter weiterer Abklärung.

Selbst üben

Formulieren Sie erst die einzelnen Befunde und danach den begründeten Verdacht. Trennen Sie Beobachtung und Interpretation.

Verständnis prüfen

Welche Befundkombination begründet im Video den Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft?

Erklärung anzeigen

Zusammen kommen ein hoch aufgebautes Endometrium, kein intrauteriner Schwangerschaftsnachweis, Flüssigkeit im Douglas-Raum und der auffällige linke Adnexbefund. Einzelzeichen sind nicht für sich beweisend; die Einordnung erfordert auch Klinik, Labor und weitere Abklärung.

Schallkopfführung & Schnittebenen

Schallkopfbewegungen lernen: Rotieren, Fächern und Kippen

Ein Ultraschallbild ist eine Schnittebene durch einen räumlichen Körper. Ob Sie den Schallkopf rotieren, fächern, kippen, verschieben oder gleiten lassen, entscheidet darüber, welche Strukturen Sie sehen. Lernen Sie deshalb jede Bewegung zunächst einzeln und beobachten Sie ihre Wirkung auf das Bild.

Die Übung beginnt bei der transvaginalen Handhabung ab 3:29. Die folgenden Kapitel führen durch Rotieren, Fächern, Kippen, Verschieben und Gleiten sowie die Simulation von Kontaktverlust und Kompression. Wählen Sie gezielt die Bewegung, die Sie verstehen und anschließend selbst ausführen möchten.

  • Rotieren
  • Fächern
  • Kippen
  • Verschieben
  • Gleiten
  • Transvaginal
3:29Transvaginale Sonde halten und ausrichten

Transvaginale Sonde halten und ausrichten

Bei einem transvaginalen Fall unterscheidet sich die Handhaltung von der Arbeit mit einem aufliegenden Linear- oder Konvexschallkopf. Das Video zeigt die Ausgangsposition des Smartphones und die Ausrichtung vor „Reset Position“. Von dieser Referenz aus werden die Bewegungen auf die simulierte transvaginale Sonde übertragen.

Beobachten Sie die Beziehung zwischen Handhaltung, Orientierung im Piktogramm und dargestelltem Beckenorgan. Drehen oder kippen Sie bewusst in kleinen Schritten. Entscheidend ist, dass Sie die Änderung der Bildebene einer bestimmten Bewegung zuordnen können, statt mehrere Achsen gleichzeitig zu verändern.

Selbst üben

Richten Sie den virtuellen transvaginalen Schallkopf aus und verändern Sie anschließend nur eine Bewegungsachse.

Verständnis prüfen

Warum legen Sie zuerst eine eindeutige Ausgangsposition der virtuellen Sonde fest?

Erklärung anzeigen

Die Ausgangsposition bildet die Referenz für die simulierten Bewegungen. Von dort aus können Sie eine einzelne Bewegungsachse verändern und im Piktogramm sowie im Ultraschallbild nachvollziehen, was sich dadurch ändert.

3:44Fächern: benachbarte Schnittebenen untersuchen

Fächern: benachbarte Schnittebenen untersuchen

Beim Fächern bewegen Sie den Griff quer zur Längsrichtung der Schallkopffläche, während der Auflageort gleich bleibt. Die Längsrichtung verläuft vom markierten zum gegenüberliegenden Ende der Schallkopffläche. Dadurch schwenkt die Schallebene aus der bisherigen Bildebene heraus durch benachbarte Schnitte.

Verfolgen Sie im Video, wie die kontrollierte Winkeländerung die dargestellten Strukturen verändert. Für das Lernen ist hilfreich, zunächst nur diese eine Bewegung auszuführen und die Position sowie die Drehung des Schallkopfs möglichst konstant zu halten.

Selbst üben

Fächern Sie langsam durch das Volumen und kehren Sie anschließend in die Ausgangsebene zurück.

Verständnis prüfen

Was verändert sich beim Fächern, wenn die Sonde am gleichen Ort bleibt?

Erklärung anzeigen

Die Schallebene schwenkt quer zur bisherigen Bildebene durch benachbarte Schnitte. Der Griff bewegt sich quer zur Längsrichtung der Schallkopffläche, während der Auflageort gleich bleibt.

4:02Kippen: den Schallwinkel gezielt verändern

Kippen: den Schallwinkel gezielt verändern

Beim Kippen bewegen Sie den Griff entlang der Längsrichtung der Schallkopffläche, also zum markierten oder zum gegenüberliegenden Ende. Der Auflageort bleibt gleich. Dabei verändert sich die Schallrichtung innerhalb derselben Bildebene, ohne durch benachbarte Schnittebenen zu fächern.

Damit können Sie eine seitlich liegende Struktur in die Bildmitte bringen. Verändern Sie den Winkel zunächst nur wenig und beobachten Sie, in welche Richtung sich die Struktur im Bild verschiebt.

Selbst üben

Kippen Sie den Schallkopf leicht und stellen Sie dieselbe Struktur danach wieder zentral dar.

Verständnis prüfen

Was unterscheidet Kippen von Fächern?

Erklärung anzeigen

Beim Kippen verändert sich die Schallrichtung innerhalb derselben Bildebene. Beim Fächern schwenken Sie dagegen durch benachbarte Schnittebenen. Der Auflageort bleibt bei beiden Bewegungen gleich.

4:11Rotieren: von transversal nach sagittal

Rotieren: von transversal nach sagittal

Beim Rotieren drehen Sie den Schallkopf um seine Längsachse. Im Video wird gezeigt, wie das Smartphone aus einer transversalen in eine sagittale Ausrichtung gedreht wird. Auch die Linie im Piktogramm hilft, eine Änderung der Schnittebene räumlich nachzuvollziehen.

Eine ungefähr rechtwinklige Drehung führt in eine andere Hauptebene, sofern die übrige Ausrichtung dazu passt. Versuchen Sie, die Struktur während der Drehung im Blick zu behalten. So verbinden Sie Quer- und Längsansicht desselben Organs, statt sie als voneinander unabhängige Bilder zu lernen.

Selbst üben

Stellen Sie eine Struktur transversal dar, rotieren Sie langsam und finden Sie die entsprechende Längsansicht.

Verständnis prüfen

Um welche Achse drehen Sie den Schallkopf beim Rotieren?

Erklärung anzeigen

Sie drehen ihn um seine Längsachse. Dabei ändert sich die Ausrichtung der Schnittebene. Bei passender Ausgangslage führt eine ungefähr rechtwinklige Drehung vom Quer- zum Längsschnitt.

4:29Verschieben und Gleiten: den Schallkopf versetzen

Verschieben und Gleiten: den Schallkopf versetzen

Beim Verschieben und Gleiten verändern Sie den Ort des Schallkopfs. Im Modus mit Wischsteuerung werden diese Bewegungen im Tutorial über Wischgesten gesteuert: auf und ab für die eine Richtung, seitlich für die andere. Im realScan-Modus wird dagegen das Smartphone selbst im Raum bewegt.

Gleiten bedeutet: Sie bewegen den Schallkopf entlang der Längsrichtung seiner Auflagefläche, also zum markierten oder gegenüberliegenden Ende. Neigung und Drehung bleiben gleich.

Beim Verschieben bewegen Sie den Schallkopf quer zu dieser Längsrichtung. Dabei wechselt der Auflageort; Neigung und Drehung bleiben gleich. So erfassen Sie benachbarte Schnittebenen.

Selbst üben

Vergleichen Sie eine reine Ortsänderung mit einer reinen Kippbewegung und beschreiben Sie, wie sich das Bild jeweils verändert.

Verständnis prüfen

Was sollten Sie beim reinen Verschieben oder Gleiten möglichst konstant halten?

Erklärung anzeigen

Halten Sie die Neigung und Drehung des Schallkopfs möglichst konstant. So verändert sich vor allem seine Position und Sie können die Wirkung der Ortsänderung im Ultraschallbild gezielt beobachten.

5:09realScan: Bewegungen im Raum übertragen

realScan: Bewegungen im Raum übertragen

Im gezeigten realScan-Modus werden die Sensoren zunächst initialisiert. Das Tutorial nennt gute Beleuchtung und eine kontrastreiche Oberfläche als wichtige Voraussetzungen. Nach einer kurzen Bewegung zur Orientierung wird die gewünschte Ausgangslage mit „Reset Position“ festgelegt.

Anschließend können die im Tutorial gezeigten Gleit- und Verschiebebewegungen mit dem Smartphone selbst ausgeführt werden. Nutzen Sie diesen Abschnitt, um Ihre Bewegung mit dem Wechsel der Ultraschallebene zu vergleichen. Der didaktische Schwerpunkt liegt auf der Schallkopfführung, nicht auf der früheren Kopplungsmethode.

Selbst üben

Beginnen Sie an einer definierten Referenzposition, verschieben Sie den Schallkopf und rotieren Sie ihn erst danach.

Verständnis prüfen

Wie steuern Sie Verschieben und Gleiten im realScan-Modus?

Erklärung anzeigen

Nach dem Festlegen der Ausgangsposition bewegen Sie das Smartphone selbst im Raum. Die Simulation überträgt diese Ortsänderung auf den virtuellen Schallkopf. Gute Beleuchtung und eine kontrastreiche Oberfläche unterstützen die Orientierung.

5:47airScan: Kontaktverlust und Kompression simulieren

airScan: Kontaktverlust und Kompression simulieren

Der im Tutorial gezeigte airScan-Modus erweitert realScan um vertikale Bewegungen. Mit „Reset Position“ wird eine virtuelle Körperoberfläche festgelegt. Wird das Smartphone angehoben, geht der simulierte Kontakt verloren; beim Absenken wird der Kontakt wiederhergestellt.

Eine weitere Bewegung unter die Referenzfläche simuliert Kompression. So lassen sich drei Zustände auseinanderhalten: kein Kontakt, Kontakt zur Oberfläche und Druck auf das virtuelle Gewebe. Dieser Abschnitt vermittelt die Bewegungslogik der Simulation; er ist keine Anleitung zur Druckausübung bei einer realen transvaginalen Untersuchung.

Selbst üben

Wechseln Sie kontrolliert zwischen Kontakt, Kontaktverlust und simulierter Kompression.

Verständnis prüfen

Was passiert in der Simulation beim Anheben des Smartphones über die festgelegte Oberfläche?

Erklärung anzeigen

Der virtuelle Schallkopf verliert den Kontakt und das simulierte Ultraschallbild bildet diesen Kontaktverlust ab. Beim Absenken wird der Kontakt wiederhergestellt; eine weitere Bewegung unter die Referenzfläche simuliert Kompression.

Technik & Einrichtung

Scanbooster Control verbinden: Smartphone als virtuellen Schallkopf nutzen

Mit Scanbooster Control steuert Ihr Smartphone die Ultraschallsimulation auf dem Tablet. Dieses Tutorial erklärt die technische Einrichtung: den Wechsel von interner zu externer Steuerung, die Aktivierung von Bluetooth und die Auswahl des Smartphones in der Geräteliste.

Nutzen Sie für die Verbindung diese neuere Anleitung. Die Bewegungsübungen finden Sie im eigenen Lernbereich zur Schallkopfführung. So bleiben technische Einrichtung und sonographische Untersuchungsschritte klar nachvollziehbar.

  • Bluetooth
  • Externe Steuerung
  • Geräteliste
  • iOS & Android
0:03Interne und externe Steuerung auswählen

Interne und externe Steuerung auswählen

Die interne Steuerung reagiert auf die Bewegung des Tablets selbst. Für die externe Steuerung wechseln Sie in der Simulation zur Smartphone-Option. Im iOS-Beispiel sitzt der Auswahlschalter oben rechts und die Option heißt „phone“.

Damit wird festgelegt, welches Gerät die Bewegungen für die Simulation liefern soll. Öffnen Sie parallel Scanbooster Control auf dem Smartphone. Sie richten eine Steuerverbindung zwischen den Apps ein; das Smartphone wird dadurch zum virtuellen Schallkopf für das zweite Gerät.

Selbst üben

Öffnen Sie eine Simulation und wählen Sie die externe Steuerung über das Smartphone.

Verständnis prüfen

Welches Gerät liefert die Bewegungen bei interner beziehungsweise externer Steuerung?

Erklärung anzeigen

Bei interner Steuerung reagiert die Simulation auf das Tablet selbst. Bei externer Steuerung liefert das verbundene Smartphone mit Scanbooster Control die Bewegungen und dient als virtueller Schallkopf.

0:22Bluetooth auf beiden Geräten aktivieren

Bluetooth auf beiden Geräten aktivieren

Im iOS-Beispiel öffnet eine Wischbewegung von oben rechts das Kontrollzentrum. Dort wird Bluetooth aktiviert. Danach wird Scanbooster Control auf dem Smartphone gestartet und Bluetooth auch dort eingeschaltet.

Unterscheiden Sie zwei Schritte: Bluetooth muss als Funkverbindung verfügbar sein; die Auswahl und Kopplung des konkreten Smartphones erfolgt anschließend innerhalb von Scanbooster. Die im Video gezeigten Oberflächen können je nach Systemversion anders aussehen, das Grundprinzip bleibt die Verbindung über die App.

Selbst üben

Prüfen Sie auf Tablet und Smartphone, ob Bluetooth aktiv ist und die passende App geöffnet ist.

Verständnis prüfen

Reicht es aus, Bluetooth nur auf dem Tablet einzuschalten?

Erklärung anzeigen

Nein. Bluetooth muss auf Tablet und Smartphone aktiviert sein. Zusätzlich müssen die passenden Apps geöffnet sein. Die Auswahl und Kopplung des Smartphones erfolgt anschließend innerhalb von Scanbooster.

0:39Geräteliste und automatische Verbindung verwenden

Geräteliste und automatische Verbindung verwenden

Sobald das Smartphone in der Geräteliste des Tablets erscheint, wählen Sie es aus. Das neuere Tutorial zeigt zusätzlich eine automatische Verbindung über räumliche Annäherung: Der blaue Balken visualisiert die Nähe zum Smartphone, bis die Verbindung hergestellt ist.

Achten Sie darauf, das richtige Gerät auszuwählen, wenn mehrere Smartphones in der Umgebung verfügbar sind. Nach erfolgreicher Verbindung können Sie prüfen, ob eine gezielte Bewegung des Smartphones die Schallebene der Simulation verändert.

Selbst üben

Wählen Sie Ihr Smartphone aus und testen Sie mit einer kleinen Bewegung, ob die Simulation reagiert.

Verständnis prüfen

Wie können Sie nach der Geräteauswahl erkennen, ob die Steuerverbindung funktioniert?

Erklärung anzeigen

Bewegen Sie das ausgewählte Smartphone gezielt ein wenig. Wenn sich die Schallebene in der Simulation entsprechend verändert, werden die Bewegungen übertragen. Bei mehreren verfügbaren Geräten ist die richtige Geräteauswahl wichtig.

0:59Android: Verbindung innerhalb der App herstellen

Android: Verbindung innerhalb der App herstellen

Im Android-Teil folgen Sie den Anweisungen auf dem Smartphone und aktivieren Bluetooth. Auf dem Tablet wird anschließend von interner auf externe Steuerung gewechselt und das Smartphone aus der Liste ausgewählt.

Der abschließende Hinweis des Tutorials ist für beide Plattformen wichtig: Verwenden Sie die Kopplungsmechanismen innerhalb der App. Führen Sie die eigentliche Gerätekopplung nicht über die Systemeinstellungen durch. Danach können Sie direkt mit den Übungen zu Fächern, Kippen und Rotieren fortfahren.

Selbst üben

Stellen Sie die Verbindung über die App her und wechseln Sie anschließend zum Lernbereich Schallkopfbewegungen.

Verständnis prüfen

Wo führen Sie die eigentliche Kopplung von Smartphone und Tablet durch?

Erklärung anzeigen

Innerhalb der Scanbooster-App über deren Kopplungsmechanismen beziehungsweise Geräteliste. Aktivieren Sie Bluetooth auf den Geräten, verwenden Sie für die Kopplung aber nicht die Bluetooth-Geräteliste der Systemeinstellungen.

Ultraschall lernen und gezielt üben

Wie lerne ich, mich im Ultraschallbild zu orientieren?

Beginnen Sie mit einer bekannten Struktur und verfolgen Sie sie durch benachbarte Schnittebenen. Verändern Sie jeweils nur eine Schallkopfbewegung. Vergleichen Sie Quer- und Längsschnitt und kontrollieren Sie Ihre Zuordnung mit der Live-Beschriftung. In den Lernkapiteln zur Leber übernehmen Pfortader, Lebervenen und Gallenblase diese Orientierungsfunktion.

Wie kann ich Sonographie ohne Patienten üben?

Mit der Scanbooster Ultraschall-Simulator-App erkunden Sie physiologische und pathologische Volumendatensätze. Wählen Sie einen Fall, suchen Sie eine anatomische Struktur und verändern Sie die Bildebene durch die Bewegung Ihres Geräts. Die Aufgaben neben den Videos geben Ihnen konkrete Schritte für dieses selbstständige Ultraschalltraining.

Welche Ultraschall-Grundlagen sollte ich zuerst lernen?

Verbinden Sie Schnittbildanatomie und Schallkopfführung: Wie verändert Fächern die Ebene, was passiert beim Rotieren und wie wirken sich Verschieben und Gleiten auf das Bild aus? Üben Sie anschließend ein Organ systematisch, etwa die physiologische Leber, bevor Sie komplexere Befundkonstellationen wie die gezeigte Eileiterschwangerschaft durcharbeiten.

Ultraschalltraining mit Scanbooster

Sonographie üben. Mit echten Ultraschallfällen.

Vertiefen Sie die Themen aus den Videos in der Scanbooster Ultraschall-Simulator-App. Bewegen Sie das Gerät, verändern Sie die Schallebene und erkunden Sie physiologische und pathologische Fälle – ohne zusätzliche Hardware.

Die Scanbooster Ultraschall Simulator App bei einer realistischen Ultraschalluntersuchung

Die Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und fachärztlich geprüft. Die Tutorials dienen der medizinischen Aus- und Weiterbildung und ersetzen weder eine angeleitete praktische Ausbildung noch eine individuelle klinische Beurteilung. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität wird keine Gewähr übernommen. Die Anwendung erfolgt in eigener fachlicher Verantwortung; gesetzlich zwingende Haftungsansprüche bleiben unberührt.

YouTube